Das erste Gebäck zum Advent wurde früher am 25. November gebacken. Am 6. Dezember wurden dann die Kinder am Nikolaustag mit Gebäck und Spekulatius verwöhnt. Zu Weihnachten gibt es Plätzchen und Stollen, Hutzelbrot und Kletzenbrot, Pfefferkuchen und anderes Backwerk. Der intensive Geschmack dieser Gebäcke wurde erst durch die Zugabe von Gewürzen ermöglicht, die von Händlern und Kaufleuten aus dem Morgenland herbeigeschafft wurden.

Lange Zeit waren Geschenke an Weihnachten nicht bekannt und es ging um die leiblichen Genüsse. Anlässlich des Festtages wurde speziell geplant, tagelang gebacken und gekocht. Traditionelle Festtagsessen sind der Fastenfisch (Karpfen) oder Gans, der Vogel des heiligen Martin. Der Brauch des Festtagsessens entstand als gesellschaftlicher Höhepunkt einer Familienfeier, das in gehobenen Kreisen als „Weihnachtsdiner“ üblich war.