17.

Dezember

2014

Sojamilch in den Shake

Aus der Sojabohne lässt sich die schmackhafte rein pflanzliche Sojamilch herstellen. Die Sojabohne gehört zur Familie der Leguminosen (Hülsenfrüchten). Die Pflanze wächst ca. 60 cm hoch und hat einen leicht holzigen Stamm, an denen die Blätter angeordnet sind. In kurzgestielten Hülsen sind je 2-3 Samen, die Sojabohnen. Die reifen, getrockneten Bohnen sind gewöhnlich gelblich-beige, doch es gibt auch schwarze, braune, grüne und sogar zweifarbige Arten.
Die Herstellung und Verwendung von Sojamilch hat in Asien eine jahrhundertalte Tradition. Es ist erstaunlich, dass im Grunde nur zerkleinerte Sojabohnen diese vielseitig verwendbare und gesunde pflanzliche Milch ergeben.

Für die Herstellung von Sojamilch werden die Sojabohnen zunächst in Wasser gewaschen. Danach kommen die Sojabohnen erneut in Wasser, diesmal zum Einweichen. Sind die Bohnen frisch geerntet, genügt eine Einweichzeit von knapp zwei Stunden, getrocknete Bohnen sollten zwölf Stunden lang quellen damit die Bohnen sich mit Wasser voll saugen. Das Einweichwasser wird verworfen, die Sojabohnen vom Schaum befreit und durch ein Sieb abgetropft. Die Sojabohnen werden nun erneut mit Wasser vermischt (1:10) und anschließend mit einem Mixer zerkleinert. Es entsteht Sojabohnenpüree. Dieses wird in einen Dampfkochtopf gegeben und ca. 20 Minuten geköchelt. Das Püree muss lang genug gekocht werden, damit es haltbar wird. Danach durch ein feinmaschiges Sieb oder ein Tuch abgießen und die nun so entstandene Sojamilch auffangen. Zurück bleibt der ballaststoffreiche Sojakuchen, der Okara genannt wird.

Nach Angaben der Standard Tables of Food Composition, Japan enthält 100 g Sojamilch 88.6 g Wasser, 4,4 g Protein, 2,5 g Fett, 3,8 g Kohlenhydrate und 52 Kalorien. Enthalten sind auch Kalzium (18,5 mg), Natrium (2,5 mg), Phosphor (60,3 mg), Eisen (1,5 mg), Thiamin (0,04 mg), Riboflavin (0,02 mg) und Niazin (0,62 mg). Sojamilch enthält nicht sehr viel Kalzium und wird deshalb oft damit angereichert. Es ist von Natur aus auch kein Vitamin B12 in der Sojamilch. Hingegen ist sie reich an ungesättigten Fettsäuren und enthält kein Cholesterin und keine Laktose. Sojaprotein ist gut für die Gesundheit. Es senkt die Serumcholesterinkonzentration, das LDL und Triglyzeride, allerdings wird das HDL-Cholesterin nicht beeinflusst. Das in der Sojamilch enthaltene Eiweiß kann hingegen eine Nahrungsmittelallergie auslösen. In der Sojamilch sind Isoflavone (sekundäre Pflanzenstoffe) enthalten. In hohen Dosen können diese als Phytoöstrogene wirken.
Sojamilch ist das Ausgangsprodukt für Tofu, den Sojabohnenquark oder auch Sojabohnenkäse genannt.
In der Europäischen Union darf Sojamilch im Handel nur unter anderen Bezeichnungen, wie z.B. Sojadrink, verkauft werden.