Ernährung, die Interaktion zwischen einem lebenden Organismus und seiner Nahrung. Die Ernährung ist die Summe von verschiedenen Prozessen, durch die ein lebender Organismus Material aus seiner Umwelt aufnimmt und sie dazu benutzt, um seine eigenen lebenswichtigen Aktivitäten zu ermöglichen. Das Material sind die Nährstoffe, eine spezifische Substanz, die vom Körper in einer Vorform und in ausreichender Menge aufgenommen werden muss, damit sie dem Bedarf des Körpers für Wachstum, Reproduktion und Erhalt der Gesundheit zur Verfügung steht.
Der Organismus muss ständig spezifische und komplizierte Körperbestandteile aus einfachen, unspezifischen durch Resorption aufgenommene Bausteinen aufbauen. Daneben muss er bestimmte Wirkstoffe synthetisieren die für seine Funktionen unerlässlich sind wie Hormone, Enzyme, Immunkörper und vieles mehr. Lebende Organismen befinden sich in einem dynamischen Gleichgewicht. Sie sind einem ständigen Abbau unterworfen und dieser Abbau muss durch eine ständige Neusynthese aus einfachen Bausteinen im gleichen Ausmaß kompensiert werden.

Wenn Sie ihre nächste Mahlzeit auswählen könnten, was wird das sein? Braten mit Klößen und ein Bier? Pizza mit Softdrink? Brotzeit mit Wurst und Käse? Salat mit Hühnchenbrust und Schorle? Ein Shake mit Beeren? Nahrungsmittel bestehen aus Nährstoffen, so dass Faktoren, die unterschiedliche Vorlieben für bestimmtes Essen hervorrufen, sich grundlegend auf den Ernährungszustand des Menschen auswirken.
Verschiedenste Faktoren beeinflussen die Auswahl der Nahrungsmittel. Es ist durchaus möglich, dass das Wissen um diese Einflussfaktoren die Ernährung ändert.

Die durch die verschiedenen Einflüsse entstehenden Ernährungsgewohnheiten sind bei jedem anders, sozusagen sind sie eine eigene persönliche Mischung. Dazu gehören unter anderem Geschmackspräferenzen, zur Verfügung stehendes Geld und die momentane Stimmung. Die eigenen Vorlieben für bestimmte Nahrungsmittel können bis weit zur Ernährung in der Kindheit zurückreichen, wie bestimmte Mahlzeiten oder Gerichte in Erinnerung sind. Es kommt hinzu, das die Ernährung meistens von ethnischen Faktoren beeinflusst ist, was erst beim Wechsel in andere Kulturkreise erkennbar wird. Viele Menschen haben die Absicht sich so zu ernähren, dass sie gesünder werden – aber dieses Vorhaben gelingt nicht, wenn die Informationen über Ernährung inkorrekt sind.
Anstatt sich von Zufällen („zufällig gut ernährt“) abhängig zu machen, können gesündere Ernährungsweisen angeeignet werden, indem die eigenen Kenntnisse hinsichtlich des Wissens und der Wissenschaft um die Ernährung zunehmen.
Etwas zu ändern mag von Nöten sein. Gerade ist der Europäische Gesundheitsbericht 2015 veröffentlicht worden: „Die Europäische Region weist von den Weltregionen den höchsten Alkohol- und Tabakkonsum auf und liegt, was Übergewicht und Adipositas betrifft, nur geringfügig hinter der Region Gesamtamerika – der WHO-Region mit dem höchsten Vorkommen. Das Vorkommen von Übergewicht und Adipositas in den Ländern der Europäischen Region reicht von 45% bis 67%.“
In unserer westlichen Welt ist die Auswahl an Nahrungsmitteln immens. Dennoch greifen wir häufig zu immer derselben Auswahl und lassen die anderen Möglichkeiten außer Acht. Wie kommt es zu diesem „eingeschränkten“ Verhalten?
Eigentlich mag es ganz einleuchtend sein, immer dasselbe zu essen. Es gibt verschiedene Gründe: „das bin ich gewohnt“, „das schmeckt mir“, „ich hab es im Fernsehen gesehen“. Dennoch, was der einzelne isst, entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel von genetischen und Umweltfaktoren, an die man sicher nicht denkt, wenn man anfängt zu essen.