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12.

Oktober

2017

Aloe Vera

Aloe Vera, auch Aloe barbadensis Miller genannt, ist eine saftige Pflanze, die weit verbreitet für biomedizinische, pharmazeutische und kosmetische Anwendungen eingesetzt wird. Der Name Aloe Vera stammt aus dem arabischen Wort “alloeh” und bedeutet “glänzende bittere Substanz”, während “Vera” im Lateinischen “wahr” bedeutet.1 Aloe Vera ist eine der ältesten bekannten Heilpflanzen und wird seit Tausenden von Jahren verwendet. Die alten Chinesen und Ägypter haben Aloe Vera eingesetzt, um Verbrennungen und Wunden zu behandeln und um Fieber zu senken. Aloe Vera ist bekannt für seine natürliche Heilungsfähigkeit der Haut und anderer weicher Gewebe und wurde vor allem in der Kosmetik aber auch als Medikament verwendet.

Aloe ist eine kaktusartige Pflanze, deren nützlichen Teile der Aloe das Gel und Latex sind. Das Gel wird aus den Zellen in der Mitte des Blattes erhalten, der Latex wird aus den Zellen direkt unter der Blatthaut gewonnen. Für eine im Körper systemisch Wirkung wird Aloe getrunken oder für die äußere Anwendung lokal als Gel auf die Haut aufgetragen. Ein erfrischendes Getränk mit Aloe Vera-Gel, das einen positiven Beitrag zur Gesundheit leisten kann ist z.B. Herbalife Aloe Getränkekonzentrat, Original oder mit Mango-Geschmack, weiterhin das Aloe-Max Getränk, das 97% reinen Aloe Vera-Saft enthält.  Die kalorienarmen Getränke erfüllen die Standards des International Aloe Science Councils.

Besonders in jüngster Zeit wurden die wissenschaftlichen Untersuchungen zu Aloe Vera hinsichtlich der Wirkung auf Gewebe, als „tissue engineering“ bezeichnet, durchgeführt. Aloe Vera hat viele biologisch aktive Komponenten, mit wirksamen antibakteriellen, entzündungshemmenden, antioxidativen und immunmodulierenden Effekten, die einerseits die Geweberegeneration, als auch das Wachstum fördern. Aloe Vera enthält über 75 biologisch aktive und natürlich vorkommende Verbindungen, darunter Polysaccharide, Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und Mineralien, die zusammen mit anderen Verbindungen des menschlichen Körpers wirken, und damit zahlreiche gesundheitliche Vorteile ermöglichen.2,3 Die am besten untersuchte und gut dokumentierte Eigenschaft des inneren Aloe Vera Blattes ist das Polysaccharid Acemannan. Diese Substanz normalisiert die Bakterienflora und beruhigt die Magensäure. Acemannan ist dafür bekannt in vivo antivirale und antitumorale Aktivitäten durch Stimulierung von Immunantworten zu bewirken.4

Die positive Wirkung von Aloe Vera fängt damit bei oraler Einnahme schon im Verdauungstrakt, im Darm auf Darmbakterien und Darmzellen an. Die Darmentleerung wird beschleunigt.

Aloe Vera wird zur Wundheilung eingesetzt. Dieses ist ein komplexer und dynamischer Prozess, wobei eine Kaskade von Reaktionen zur Wiederherstellung von Strukturen und Gewebeschichten abläuft. Besonders die Glucane aus dem Aloe Vera-Gel unterstützen die Wundheilung. Kollagen ist das Hauptprotein in der extrazellulären Matrix verschiedener Bindegewebe. Aloe Vera erhöht den Kollagengehalt des Granulationsgewebes sowie seinen Vernetzungsgrad und führt zu einer Wiederherstellung der Gewebe-Integrität.5 Gleichzeitig hat Aloe Vera entzündungshemmende Wirkung, die ebenfalls aufgrund der Glucane in Aloe hervorgerufen wird.6

Aloe Vera wird bei erhöhten Blutzuckerwerten, Blutfettwerten, Hepatitis, entzündlichen Darmerkrankungen und als allgemeines Stärkungsmittel eingenommen. Klinisch konnte ein Einfluss auf die Blutzuckersenkung bei Diabetikern, bei Personen mit Hyperlipidämie, bei Herpes genitalis und bei Psoriasis aufgezeigt werden.7 Für einen streng gesicherten wissenschaftlichen Nachweis liegen allerdings insgesamt zu wenig Studien vor.

Aloe Vera besitzt heilende Kräfte und hat die Eigenschaft, die Verfügbarkeit von anderen Substanzen deutlich zu fördern. Bei gleichzeitiger Einnahme von Aloe Vera und Vitamin C und E, kann deren Bioverfügbarkeit um ein vielfaches gesteigert werden.8

Für Haut und Haare sind die natürlichen Wirkstoffe von Aloe Vera durchschlagend. Sie tragen zur Verbesserung der Hautfeuchtigkeit bei und verbessern Struktur und Optik der Haare. Hier ist eindeutig der Selbsttest mit den Aloe Vera haltigen Produkten von Herbalife® gefragt. Sie sind längstens in klinischen Tests bewährt. Aloe Vera besitzt eine feuchtigkeitsspendende Wirkung, was immer, aber auch besonders bei trockener und rissiger Haut sehr hilfreich sein kann.9 Feuchtigkeit spenden, kräftigen, reinigen und revitalisieren, erfrischen und beleben, all das ist Aloe Vera.

Aloe Vera ist eine Pflanze mit so vielen positiven Eigenschaften, dass sie einen festen Platz im Haushalt verdient hat. Seit langer Zeit den alten Chinesen und Ägyptern bekannt, werden ihre Möglichkeiten mehr und mehr durch Wissenschaft untermauert.

1Surjushe A., Vasani R., Saple D.G. Aloe vera: A short review. Indian J Dermatol. 2008, 53, 163–166.

2Habeeb F., Shakir E., Bradbury F., Cameron P. Screening methods used to determine the anti-microbial properties of aloe vera inner gel. Methods 2007,42,315–320.

3Reynolds T., Dweck A.C. Aloe vera leaf gel: A review update. J. Ethnopharmacol. 1999,68,3–37

4Sierra-García GD, Castro-Ríos R, González-Horta A, Lara-Arias J, Chávez-Montes A. Acemannan, an extracted polysaccharide from Aloe vera: A literature review. Nat Prod Commun. 2014,9(8):1217-21.

5Chithra P., Sajithlal G.B., Chandrakasan G. Influence of aloe vera on collagen characteristics in healing dermal wounds in rats. Mol Cell Biochem. 1998,181,71–76.

6Esua M.F., Rauwald J.-W. Neuartige bioaktive Maloyl Glucane aus Aloe Vera-Gel: Isolierung, Strukturaufklärung und In-Vitro-Bioassays, Elsevier Ltd., 2005

7Vogler B.K., Ernst E. Aloe Vera: Eine systematische Überprüfung der klinischen Wirksamkeit. BJGP 1999,49,823-828.

8Vinson J.A., Al Kharrat H., Andreoli L. Wirkung von Aloe Vera Präparaten auf die menschliche Bioverfügbarkeit von Vitamin C und E, Department of Chemistry, University of  Scranton, Scranton, PA, 18510 4626, USA, 2003

9Dal’Belo S. E., Rigo Caspar L., Berardo Goncalves P. M. Feuchtigkeitsspendende Wirkung von kosmetischen Formulierungen mit AloeVera Extrakt in unterschiedlichen Konzentrationen, beurteilt durch Haut-Biologische Verfahrenstechniken, Skin Res Technol. 2006,12,241 – 246