Schönheit kommt von innen – und von aussen. Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Hautzustand und vor allem die Bedeutung der Ernährung für die Hautalterung ist seit langem ein interessantes Forschungsgebiet, nicht nur für Wissenschaftler. Seit der Antike bis heute wollen wir wissen, wie eine geschmeidige und ansehnliche Haut erreicht werden kann. Cleopatra im alten Ägypten badete in Eselsmilch, um mit Eiweiß, Mineralien und Vitaminen die Haut zu veschönern und zu regenerieren.

Hautalterung wird in zwei Prozessen unterschieden. Da gibt es den intrinsischen Ablauf, womit die chronologische Alterung gemeint ist, einfach die fortlaufende Zeit, die die Haut in gleichem Maße wie alle anderen inneren Organe betrifft. Hinzu kommt die extrinsische Alterung, die wir allgemein als vorzeitig gealterte Haut bezeichnen und durch externe Faktoren und Umwelteinflüsse, vor allem chronische Sonneneinstrahlung (UV-Bestrahlung), und weiterhin durch Rauchen, Verschmutzung, Schlafentzug und schlechte Ernährung hervorgerufen wird. Die humane Exposition gegenüber UV-Einstrahlung ist in den vergangenen 50 Jahren erheblich gestiegen. Gründe dafür sind verändertes Verhalten, denken wir an die sonnigen Urlaubsorte und die Nutzung von Sonnenbänken, aber es wird auch die schützende Ozonschicht löchriger. Mit der globalen Erwärmung und unseren heißeren Sommern sind wir mehr oder öfter Sonnenstrahlen ausgesetzt, das für die Vitamin D-Bildung in der Haut sinnvoll ist, aber auch eine schnellere Hautalterung hervorruft.

Die beste und effektivste Methode der Hautalterung vorzubeugen, ist ein gut regulierter Lebensstil mit normalem Körpergewicht, Körperpflege, körperlicher Aktivität, Entspannung und äußerer Hautpflege. Über die Nahrung können Nährstoffe aufgenommen werden, die gezielt von innen heraus die Hautzellen beeinflussen und z.B. einen UV-Schutz bilden. Fettsäuren werden auf ihre Auswirkung auf die Haut wissenschaftlich untersucht. Bei gänzlich fettfreier Ernährung werden schwere Hautanomalien entwickelt, der Wasserverlust der Haut erhöht sich und das gesamte Wachstum verkümmert, wie Tieruntersuchungen zeigen (1,2). Systematische Hinzugabe von Ölen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie sie in Maisöl (Omgea-6) und Leinöl (Omega-3) vorkommen, können diese Defekte umkehren. Gesättigte Fettsäuren aus Kokosnussöl oder Butter sind dahingehend wirkungslos. Beim Menschen kann sich ein essenzieller Fettsäuremangel als Dermatitis und erhöhter Wasserverlust manifestieren (3,4).

Ein Mangel an essenziellen Fettsäuren kann sich durch Hautentzündungen, Juckreiz, Haarausfall oder Wundheilungsstörungen bemerkbar machen. In einer weiteren Studie wurde der Frage nachgegangen, ob auf faltiges Aussehen und altersbedingter Trockenheit mit essenziellen Fettsäuren eingewirkt werden kann. Angaben von 4025 Frauen im Alter von 40-74 Jahren assoziieren höhere Linolsäure-Einnahmen mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit der senilen Trockenheit und Hautatrophie (5)(1, S.7 Schagen). Sonnenbrand ist sehr schädlich für die Haut und es wird eine entzündliche Reaktion hervorgerufen. Die Menge an pro-entzündlichen Faktoren kann durch Omega-3 Fettsäuren reduziert werden (6,7). Insgesamt können sich die entzündungshemmenden Eigenschaften günstig bei Hautirritationen auswirken, Ekzeme beruhigen und Rötungen minimieren. Die Funktion des Immunsystems wird gestärkt.

Der Hautalterung liegt vermutlich die Zerstörung von Kollagen zugrunde, dem Hauptbestandteil der Dermis. Auch hier soll eine Behandlung mit ungesättigten Fettsäuren, die mit dem Photoaltern verbundene Kollagenschädigung hemmen, helfen (8). (60).
Für eine gepflegt aussehende Haut eignen sich Herbal Aloe Pflegegel und Herbal Aloe Hand- & Körperlotion mit reichhaltiger afrikanischer Sheabutter und pflegendem Aloe Vera. Sie sind außerdem paraben- und sulfatfrei.

Die essenziellen Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6 FS) müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Für die Gesundheit aber auch für eine schöne Haut sind beide Fettsäuren notwendig, im richtigen Verhältnis. Die typische mitteleuropäische Ernährung besteht aus einem viel zu niedrigem Anteil an Omega-3 Fettsäuren, verglichen mit der Aufnahme von Omega-6 Fettsäuren. Deshalb die Empfehlung, Omega-3 FS zu verzehren, wie sie im Wildlachs, Hering und Makrele vorkommen. Um eine tägliche Zufuhr zu gewährleisten, kann sinnvoll auf ein Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen werden. Schon hoch dosiert sind die wertvollen Fettsäuren in Herbalifeline oder Herbalifeline Max.

1. Burr GO, Burr MM. A new deficiency disease produced by the rigid exclusion of fat from the diet. J Biol Chem. 1929;82:345-367

2.  Burr GO, Burr MM. On the nature and role of the fatty acids essential in nutrition. J Biol Chem. 1930;86:587-621

3.  Hansen AE, Haggard ME, Boelsche AN, et al. Essential fatty acids in infant nutrition. III. Clinical manifestations of linoleic acid deficiency. J Nutr. 1958;66:565-576

4.  Prottey C, Hartop PJ, Press M. Correction of the cutaneous manifestations of essential fatty acid deficiency in man by application of sunflower-seed oil to the skin. J Invest Dermatol. 1975;64:228-234

5. Cosgrove MC, Franco OH, Granger SP, et al. Dietary nutrient intakes and skin-aging appearance among middle-aged American women. Am J Clin Nutr 2007; 86:1225-1231

6. Rhodes L E, O’Farrell S, Jackson M J et al. Dietary fish-oil supplementation in humans reduces UVB-erythemal sensitivity but increases epidermal lipid peroxidation. J Invest Dermatol 1994: 103: 151–154.

7. Orengo IF, Black HS, Wolf JE. Influence of fish oil supplementation on the minimal erythema dose in humans. Arch Dermatol Res 1992: 284: 219–221.

8. Kim HH, Cho S, Lee S, et al. Photoprotective and anti-skin-aging effects of eicosapentaenoic acid in human skin in vivo. J Lipid Res. 2006;47:921-930.

Sport hält gesund und aktiv, aber nicht nur innerlich. Nein, auch äußerlich sichtbar an der Haut wirkt sich Sport auf ein besseres Aussehen und Vitalität aus. Die Haut ist das größte Organ des Körpers, grenzt den Körper zur Umwelt ab und ist eine sehr wichtige Barriere gegen Infektionen und Krankheiten. Mit der Alterung verschlechtert sich der Zustand der Haut aufgrund vom Rückgang der Zellzahl, verringerter Kollagensynthese und verändertem Gewebeumbau. Das zeigt sich dann an entstehenden Falten und Altersflecken. Mit fortschreitender Zeit haben die Hautzellen einen geringeren Energiemetabolismus und der Spiegel an oxidativem Stress ist höher.

Sport kann der Hautalterung entgegenwirken. Nicht nur das, die Hautalterung kann durch körperliche Aktivität auch umgekehrt werden.

Kürzlich wurde in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlich, dass Ausdauertraining die altersbedingten Veränderungen der Haut beim Menschen vermindert. Als verantwortlicher Regulator wurde IL-15 identifiziert, ein Metabolit, der durch den Sport gebildet in den Mitochondrien regulatorische Funktion ausübt[1].

IL – Interleukine sind Zytokine, d.h. Proteine, die das Wachstum und die Differenzierung von Zellen regulieren und die zur internen Kommunikation der Immunabwehrzellen benötigt werden. Aufgrund ihrer Koordination werden Krankheitserreger oder auch Tumorzellen bekämpft.

Die Hautzellen haben eine hohe Umsatzrate und erneuern sich im Schnitt alle vier Wochen. Mit intensivem Training wird die Durchblutung gefördert und damit mehr Sauerstoff bereitgestellt und ebenso werden viele Nährstoffe zur Haut transportiert. In einer Querschnittsstudie beim Vergleich von sesshaften mit ausdauertrainierten Personen (5-mal die Woche Training über 13 Jahre) zeigt sich bei Trainierten ein eindeutig höherer (signifikanter) Sauerstoffverbrauch[2]. Um einen höheren Sauerstoffverbrauch zu erreichen, dauert es also eine gewisse Zeit.

Die bisher Sesshaften trainierten über 13 Wochen 5-7 mal die Woche, 40-50 min täglich, und konnten dabei zwar ihren Puls, aber nicht den Sauerstoffverbrauch verbessern[2]. Folglich: Langfristiges Trainieren lohnt sich.

Gleichermaßen werden Stoffwechselprodukte mit einer Steigerung des Blutflusses abtransportiert. Eine gesteigerte Durchblutung kann sich nur positiv auf die Zellerneuerung auswirken. Gut ist es natürlich, sich im Freien zu bewegen und frische Luft einzuatmen. Im Freien nicht den Sonnenschutz vergessen.

Training ist eine gesunde Möglichkeit, Stress abzubauen und den Cortisol-Spiegel günstig zu beeinflussen. Das Stresshormon Cortisol ist mit einer erhöhten Talgproduktion verbunden, das in der Folge mehr unreine Haut oder sogar Akne bedeuten kann. Beim Sport wird durch Schwitzen überschüssiger Talg und Schmutz auf natürlichem Weg aus den Poren nach draußen befördert. Für Frauen gilt es daher ohne Make-up zu trainieren – sonst verstopfen die Poren während des Trainings! Das trifft auch zu, wenn keine Unreinheiten der Haut vorhanden sind. Am besten die Haut vor dem Training mit Aloe-Reinigungsgel richtig reinigen und evt. eine leichte Creme auftragen, z.B. Feuchtigkeitscreme für strahlende Haut. Nicht viel, sonst läuft sie einem noch in die Augen.

Übrigens wirkt sich zu viel Cortisol negativ auf das Kollagen aus und die Folge sind mehr Falten und schlaffe Haut. Deshalb ist intensives Ausdauertraining, 30 min/Tag, dauerhaft für eine faltenfreie oder zumindest faltenarme Haut durch Verminderung von oxidativem Stress sehr zu empfehlen.

Was ist zu bedenken bei Sport und gesunde Haut? Ohne die richtige Ernährung geht es nicht. Egal in welchem Alter wir uns befinden, der Körper braucht seine individuell angepassten Nährstoffe. Bei Freizeitsport und nicht übermäßiger Belastung haben wir unseren Frühstücksshake F1, omega-3 Fettsäuren und ausreichend Flüssigkeit mit Tee. Nach dem Sport und der Dusche, wenn die Haut Feuchtigkeit aufgenommen hat, wird diese durch eincremen eingeschlossen. Mit dem Schweiß verlorengegangene Elektrolyte und Flüssigkeit können mit Hydrate-Getränk oder CR7 Drive ersetzt werden.


[1] Crane JD et al. Exercise-stimulated interleukin-15 is controlled by AMPK and regulates skin metabolism and aging. Aging Cell. 2015 Aug;14(4):625-34

[2] Smith D et al. Effects of ageing and regular aerobic exercise on endothelial fibrinolytic capacity in humans. Physiol (2003), 546.1, pp. 289–298 3Kruk J. et al. Roles of Physical Exercise in Oxidative Stress and Skin Diseases. Asian Pac J Cancer Prev, 2014,;5 (2), 561-568 4Schlicht W, et al. Health-enhancing physical activity and the prevention of chronic diseases–an epidemiological review. Soz Praventivmed. 2006;51(5):281-301

Die Haut ist das größte Organ des Körpers und misst etwa 2 m2 Hautoberfläche bei einem durchschnittlichen Erwachsenen. Ob jung oder alt, die Haut braucht Pflege, da sie eine Vielzahl von lebenswichtigen Aufgaben zu erfüllen hat. Sie bewahrt die inneren Organe, Knochen und Muskeln vor Stößen und anderen Schäden. Sie ist eine Barriere für Krankheitserreger, die es erst schaffen müssen, den Abwehrmechanismus der Haut zu überwinden, um ihren Schaden anrichten zu können. Die Haut gibt ihrerseits eine Vielzahl von Abbauprodukten ab, die während des Stoffwechsels entstehen und die der Körper nicht mehr benötigt. Die Haut ist an der Regulation der Körpertemperatur beteiligt und sorgt dafür, dass sie in etwa gleich bleibt. Dieses große Organ nimmt an der Atmung teil, indem durch die Hautporen Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid abgegeben werden kann. Die Haut ist ein wichtiges Sinnesorgan, kleinste Nerven registrieren Temperaturunterschiede oder ob ein Gegenstand weich oder hart ist.

Die Haut spiegelt vieles wider, was im Körperinneren vorgeht, sie reflektiert Gesundheit und Krankheit. Alterungsprozesse, Umwelteinflüsse und ebenso Emotionen werden durch die Haut sichtbar. Jeden Tag altert die Haut ein wenig mehr. Der Stoffwechsel der Haut verlangsamt sich mit zunehmendem Alter und bis zum 80. Lebensjahr reduziert sich der Hautstoffwechsel etwa um die Hälfte. Der ganze Prozess  passiert sehr langsam und wird von uns kaum bemerkt, bis die ersten feinen Linien sichtbar werden, die zu tiefen Falten werden können. Mit der Zeit braucht die Haut immer länger um sich zu erneuern, sowie Verletzungen im Alter länger dauern um zu heilen.

Die Haut besteht im Wesentlichen aus drei Schichten: der obersten Schicht (Epidermis), die als äußerste Schicht direkten Kontakt mit der Umwelt hat. Die Epidermis enthält Zellen für verschiedenste Aufgaben, wie z.B. Keratinzellen, die bereits verhornt sind und als Schutz dienen, Pigmentzellen, die auf Lichtreize mit der Bildung des Hautfarbstoffs Melanin reagieren, aber auch Immunzellen, die Bakterien und andere Krankheitserreger unschädlich machen.

Die mittlere, stützende Schicht (Dermis), besteht aus festem Bindegewebe, das von kollagenen und elastischen Fasern umhüllt ist und zudem feine Verästelungen von Blut- und Lymphgefäßen, zahlreichen Nervenenden und Tastkörperchen aufweist. In der bei Frauen dünneren und bei Männern dickeren Lederhaut sitzen Schweiß- und Talgdrüsen und Haarwurzeln. Diese Schicht ist hauptverantwortlich für die Elastizität, Festigkeit und Dehnbarkeit der Haut. Hier entscheidet sich das junge, pralle, alte oder faltige Aussehen. Das bewirken die Kollagenfasern, die beim jungen Menschen enorm quellfähig sind und viel Wasser speichern können. Im Laufe der Jahre und durch schädigende Umwelteinflüsse werden sie spröder. Die Wasserpolster des Bindegewebes schrumpfen und die Haut verliert langsam ihr jugendliches Aussehen.

Die tiefste, unterste oder subkutane Schicht ist die Unterhaut mit hauptsächlich Fettzellen und Bindegewebe, Nerven, Lymph- und Blutgefäßen. Das Unterhautfettgewebe dient als stoßdämpfendes Polster, für innere Organe als auch zur Dämpfung von Erschütterungen beim Gehen (Fett am Fußballen), als isolierende Thermoschicht und ist ein Kaloriendepot für schlechte Zeiten.

Schädigungen oder eine vorzeitige Alterung der Haut von außen wird im Wesentlichen durch die Bestrahlung mit UV-Licht hervorgerufen. Der moderne Begriff „Photoaltern“ bezeichnet die Verstärkung der natürlichen Alterung durch dauernde Sonnenexposition. Stützende Strukturen der Haut wie Kollagen und Elastin werden bei übermäßiger Bestrahlung direkt angegriffen. Weiterhin werden Enzyme zerstört, die das Kollagen vor dem Abbau schützen. Nicht zu vergessen die Hautkrebsgefahr, die durch das Ultraviolettlicht B besteht. Im Sommer ist die Ozondichte erhöht und Verteidigungssubstanzen in der Oberhaut die vor den schädigenden Sauerstoffradikalen schützen sollen, werden vernichtet. Besonders empfindlich reagiert das Vitamin E der Haut mit dem Ozon. Deshalb mittags nicht in die pralle Sonne gehen und immer an Sonnenschutz denken. Auch im Winter ist die Haut besonderen Strapazen ausgesetzt. In geschlossenen Räumen ist es die aufgeheizte, extrem trockene Luft, wodurch viel Feuchtigkeit aus der Haut verdunstet. Geht man ins Freie, muss die Haut sofortigen Temperatur- und Luftveränderungen standhalten.

Bei der Hautalterung von innen kommt es zu einer Abnahme der Dicke aller Hautschichten, vor allem aber der Epidermis. Aufgrund schwindender Feuchtigkeitsreserven vermindert sich der Gewebedruck und die Hautoberfläche sinkt etwas ein. Die Spannkraft in Muskeln und elastischen Fasern lässt nach und das Gewebe sinkt nach unten, das gut an Hals- und Wangen zu erkennen ist. Verschiedene Verhaltensweisen beschleunigen diesen Vorgang. Dauerstress ist ein ernstzunehmender Alterungsfaktor. Zum einen lässt eine ständige Anspannung die Gesichtsmuskeln verkrampfen. Der Zug an den elastischen Fasern nimmt zu und überfordert die Dehnbarkeit. Bei Stress wird das Hormon Adrenalin freigesetzt, wodurch sich die Blutgefäße verengen, das für die kleinen Gefäße an der Hautoberfläche Minderdurchblutung bedeutet. Die Durchblutung ist aber wichtig für den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, sowie für die Wanderung der Immunzellen. Regelmäßige körperliche Bewegung als auch Warm-Kaltwechsel fördern die Hautdurchblutung und fördern damit gesundes Aussehen und Selbstheilungskräfte. Das bei Stress freisetzte Cortisol lässt die Haut schneller altern, macht sie dünner, hemmt die Zellteilung und die Bildung kollagener Fasern. Stress wirkt sich auch indirekt negativ auf unsere Haut aus, da nicht mehr ausreichend geschlafen wird, manch einer greift zur Zigarette (das zeigt sich an fahler Haut) oder trinkt zu viel Alkohol (eine Belastung der Leber macht sich an der Haut bemerkbar).

Falsche Pflege und mangelnde Achtsamkeit begünstigen ein vorzeitiges sichtbares Altern und prominente Stellen hierfür sind im Allgemeinen das Gesicht, Dekolleté, Unterarme und Hände. Deshalb hier besonders auf intensive Pflege und Schutz achten.

Die Verwendung von scharfen Seifen und Reinigungsmitteln kann die Haut schädigen, deshalb sanfte Seifen, oder hautfreundliche Wasch- oder Reinigungsgels bevorzugen. Nach dem Waschen die Haut sanft trockentupfen und besser nicht mit dem Handtuch trockenrubbeln. Für die Behandlung trockener, empfindlicher Haut regelmäßig Feuchtigkeitscremes verwenden und dies besonders bei kaltem Wetter oder nach dem Sonnenbaden. Damit der größtmögliche Nutzen erzielt wird, die Feuchtigkeitscremes sofort nach der sanften Hautreinigung auftragen, dann ist die Haut noch feucht und diese Feuchtigkeit sollte dadurch erhalten bleiben. Eine gut gereinigte, gepeelte, durchfeuchtete und gewärmte Haut nimmt Wirkstoffe deutlich besser auf als eine nicht gereinigte, trockene und kalte Haut. Die Augenpartie und der Mundbereich sind für Fältchen besonders anfällig und verdienen spezielle Pflege. Bei fettiger oder akneanfälliger Haut sollte darauf abgestimmte Wasch- und Feuchtigkeitspflege verwendet werden.

Es gibt in der hautmedizinischen Kosmetik Wirkstoffe, die die Haut optisch verjüngen, Falten reduzieren und die Oberflächenstruktur der Haut deutlich verbessern. Die Wirkstoffe umfassen verschiedene Vitamine und Pflanzenstoffe. In klinischen Studien werden diese Effekte wissenschaftlich untersucht.

Vitamin A zeigt sehr eindrucksvolle und nachgewiesene Wirkungen auf die Haut. Vitamin A und seine Abkömmlinge werden als Retinol oder auch Retinoide bezeichnet. Sie spielen eine wichtige Rolle für Aufbau und Funktion der Haut und Schleimhäute. Zudem schützt Vitamin A die Zellen vor freien Radikalen. Störungen im Vitamin A Haushalt kann zu trockener Bindehaut der Augen, trockener Körperhaut, zu Störungen der Verhornung und Haarausfall führen. Fehlt Vitamin A neigt die Haut zu Verhornungsstörungen und zu Rauigkeit.

Vitamin B alle B-Vitamine bezeichnet man als Vitamin B-Komplex, sie werden in der Haut- und Haarpflege eingesetzt. Als wasserlösliches Vitamin weist die Pantothensäure einen positiven Effekt auf die Hautfeuchtigkeit auf. Sie trägt dazu bei, Wasser zu binden und die Haut vermittelt dadurch einen scheinbar weicheren Eindruck. Das Vitamin B3, auch Niacin genannt, hilft der Haut in besonderem Maße, sich zu regenerieren. Vitamin B3 fördert das Haar- und Nagelwachstum, hilft der Haut beim Aufbau von Fetten und regt den Energiestoffwechsel der Hautzellen an. Niacin zeigt interessante anti-inflammatorische Effekte, und könnte sich besonders bei Akne positiv auswirken.

Vitamin C (Ascorbinsäure) wirkt auf das Immunsystem, die Eisenaufnahme und die Bildung von Bindegewebe und Knochen. In der Haut stimuliert es die Bildung von kollagenen und elastischen Fasern, die beide als Baustoffe für das Bindegewebe und die Festigkeit der Lederhaut benötigt werden. Zusätzlich zu den antioxidativen Eigenschaften von Vitamin C  wirkt es auf die Differenzierung der Haut, der Bindegewebsstoffwechsel wird erhöht. Bei einem Vitamin C-Mangel können Haut- und Zahnfleischblutungen auftreten, oder kleine Hautentzündungen entstehen.

Vitamin E Tocopherole, der Sammelbegriff für alle Vitamin-E-Formen, wirken extrem zellschützend. Besonders die oberen Hautschichten sind durch das UV-Licht gefährdet und hier fängt das Vitamin E die freien Radikale ab –  die aggressiven Sauerstoffverbindungen, die die Zellstrukturen angreifen und stark schädigen können, hautkrebsfördernd wirken und die Alterung der Haut beschleunigen. Vitamin E bewirkt eine Verbesserung des Hautoberflächenreliefs, steigert das Feuchthaltevermögen der Hornschicht und hat anti-inflammatorische Wirkung.

Vitamin C und E ergänzen sich in ihren antioxidativen Wirkungen, durch ein positives Zusammenspiel ihrer chemischen Reaktionen.

Alaun Dieses natürliche Mineral hat adstringierende (zusammenziehende) und bakterizide Wirkung. Aufgrund dieser besonderen Eigenschaften, hilft es, dass sich das Hautgewebe zusammenzieht und somit das Eindringen von Keimen in die Poren verhindert wird.  Ein Bakterienwachstum wird durch Alaun verhindert. Alaun  kann in Tonern und Masken eingesetzt werden. Übrigens, ursprünglich und sehr beliebt war Alaun als Rasierstein um diesen gegen kleine Wunden zu benutzten, die manchmal beim Rasieren entstehen. Dazu wird Alaun noch heute in Stiftform angeboten.

Pflanzliche Stoffe:

Aloe Vera feuchtigkeitsbindender Pflanzenextrakt, der zusätzlich hautberuhigend wirkt. Das aus den Blättern der Aloepflanze gewonnene Gel hat kühlende und festigende Wirkung und ist ein intensiver Feuchtigkeitsspender. Aloe-Vera mindert Sonnenbrand, bewährt sich bei Schmerzstillung und bei der Heilung kleinerer Wunden. Aloe-Vera entfaltet seine positiven Fähigkeiten bei verschiedensten Hautbeschwerden mit großem Erfolg und kann z.B. auch bei Zahnfleischentzündungen helfen.

Reinigende Inhaltsstoffe aus der Kokosnuss. Die aus der Kokosnuss – eine interessante Wahl – verwendeten Agentien können zusammen mit denen des Apfels eine natürliche Reinigung herbeiführen. Es soll vermieden werden, der Haut Feuchtigkeit zu entziehen und sie anzugreifen.

Extrakt aus der Pflanze: Spilanthes Acmelia Diese Pflanze mit ihren interessanten Eigenschaften kann die Haut nähren. Ihr werden entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben.

Blaubeersamen, Jojoba Ester und Extrakt vom Samen der Rosskastanie eignen sich als super sanftes Peeling. Abgestorbene Hautzellen können schonendst entfernt werden.

Rosskastanie. Schon seit Jahrhunderten finden Kastanien als traditionelles Heilmittel Gebrauch. Rosskastanie hat adstringierende (zusammenziehend) und entzündungs-hemmende Wirkung. Die Rosskastanie enthält Substanzen, die für die Venenpflege eingesetzt werden, indem der Austritt von Flüssigkeiten aus Venen und Kapillaren erschwert wird, sowie weiterhin durch Reabsorption überschüssige Flüssigkeit wieder in den Kreislauf, gebracht werden kann. Somit strafft und schützt Rosskastanie die Blutgefäße und ist hilfreich bei schlechtem Venenrückfluss.

Gurkenextrakt. Wer weiß nicht, dass Gurken auf die Augen gelegt, einen wachen, frischen Blick bewirken. Gurken sind eine einfache und schnelle Erfrischung für das Gesicht.

Wegen ihrer Prävalenz, haben Kastanien in der traditionellen Medizin und für eine Vielzahl von anderen kommerziellen Anwendungen seit Jahrhunderten verwendet.

Pflanzliche/Ätherische Öle

Die Zusammensetzung einer Creme enthält oftmals Inhaltsstoffe, die auch mit  Nahrungsaufnahme in den Körper gelangen. So sind es z.B. die essentiellen Fettsäuren, die der Kosmetik zur Unterstützung von Fett- und Wasserhalt der Haut beigegeben werden und gleichfalls die Selbstheilungskräfte dieses Organs stärken. Die essenziellen Fettsäuren sind sogenannte ungesättigte Fettsäuren, die sich leicht mit anderen Stoffen verbinden, dadurch gesättigt werden und deshalb schädigende Verbindungen abfangen können. Hauptsächlich wirken die Öle in den obersten Hautschichten feuchtigkeitsspendend und schirmen die Haut vor schädigenden Umwelteinflüssen ab. Sie machen die Haut weich und geschmeidig.

Die Öle der Makadamianuss, der Olive, des Sesams und Sonnenblumenkernöl haben diese Eigenschaften und eignen sich hervorragend zur Hautpflege.

Das Öl aus dem Rosmarinblatt, sowie das Minzöl sorgen als ätherische Öle für Wohlgeruch auf der Haut.

Zitrusöle, die aus den Schalen der verschiedenen Zitrusfrüchte gewonnen werden, beleben die Haut.

Für eine schöne, glatte Haut bedarf es der Pflege. Der Lebensstil prägt das Hautbild, Einflüsse wie Umweltverschmutzung, Sonne, Nikotin, Schlaf, Stress und Nachlässigkeit  hinterlassen Spuren an der äußeren Erscheinung. Ernährung und Sport, Arbeit, Freizeit und Wohlbefinden wirken sich auf das Hautbild aus. Wir können zwar nicht die Veranlagung ändern, aber grundsätzliches zur Hautpflege durchführen und zusätzlich individuell pflegen.

5 Ratschläge, die zur Gewohnheit werden sollten:

Reinigung

- Effektive Hautpflege beginnt mit der Reinigung. Diese sollte sanft erfolgen, um zum Beispiel Kosmetika und Schmutz wie Hauttalg, Schweiß und lose sitzende Hautschüppchen von der Haut zu entfernen. Wasser reicht nicht, um alle unerwünschten Substanzen zu entfernen. Nur bei gut gereinigter Haut können danach Pflegeprodukte ihre Wirkung entfalten. Am besten ist ein mildes Reinigungsmittel, das abgestimmt auf den jeweiligen Hauttyp verwendet wird. Die Haut trockentupfen, nicht rubbeln. Die Haut nimmt durch die Reinigung auch Wasser auf, das durch feuchtigkeitsspendende und beruhigende Inhaltsstoffe wie Aloe vera und Antioxidantien unterstützt wird.

Nach der Reinigung haben Toner nützliche Eigenschaften. Sie können die Haut beleben oder auch beruhigen, sie mit feuchtigkeitsbindenden Substanzen versorgen.

Feuchtigkeit

- Die Haut vor Umwelteinflüssen möglichst gut schützen. Dafür ist eine Tagescreme (mit Lichtschutz) bestens geeignet. Der natürliche Schutzmantel der Haut soll gestärkt werden, unterschiedliche Sonneneinstrahlung und feuchte oder trockene Luft in Wohn- und Arbeitsräumen setzen der Haut zu. Tages- und Nachtcremes versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und lassen sie elastischer werden.

Peeling

- Abgestorbene Hautschüppchen lassen den Teint schnell fahl aussehen. Dem kann mit einem Peeling leicht begegnet werden. Unsere Haut erneuert sich innerhalb von wenigen Wochen immer wieder und deshalb die toten Zellen am besten öfter mit einem Peeling entfernen. Die Hautporen verstopfen dann nicht und die Haut wird von Verhornungen befreit. Die Haut wird weicher, das Hautbild verbessert sich und sieht strahlender aus.

Eine gereinigte und gepeelte, gut durchfeuchtete und gewärmte Haut nimmt Wirkstoffe am besten auf.

Augen

- Besonders die Augen sind anfällig für einen ungesunden Lebenswandel, angefangen bei mangelndem Schlaf. Zuviel Alkohol führt auch zu Schlafstörungen und das ist morgens an dicken Augenringen oder Schattierungen zu sehen. Manche Menschen sind anfällig für Schwellungen unter den Augen. Manchmal ist die Partie um die Augen trocken, die übrige Gesichtshaut aber fettig. Es kann sein, dass Augen auf Fett reagieren. Bei Trägern von Kontaktlinsen sollte erst recht kein Fett ins Auge gelangen. Hier ist die Verwendung von einem Augengel anzuraten, um speziell die empfindliche Haut ums Auge zu bereichern.

Anwendung für Frau und Mann

- Für die richtige Pflege der Haut gibt es keine festen Regeln, aber regelmäßige Pflege wirkt sich positiv auf das Erscheinungsbild aus. Mit der Haut sollte man Sorgfalt walten lassen, und das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Vorrangig ist, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhalten, die Haut zu reinigen und zu schützen. Auf einer gut gepflegten Haut sind keine Rückstände oder Schüppchen zu sehen. Sie ist weder glänzend noch matt und spannt nicht. Die Pflege sollte so einfach wie möglich sein, aber dennoch auf den Hauttyp abgestimmt.